Der BVBC unterstützt als Gründungsmitglied des Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) dessen Stellungnahme zur Finanzbildungsstrategie des Bundes. Der Verband ordnet insbesondere die Themen Entrepreneurship und Intrapreneurship aus Sicht von Bilanzbuchhalter:innen und Controller:innen ein.
Finanzbildung über alle Lebensphasen hinweg
Mit der geplanten Finanzbildungsstrategie will der Bund die finanzielle und ökonomische Kompetenz in Deutschland stärken. Das BÖB begrüßt diesen Ansatz und hat zum Referentenentwurf Stellung genommen. In seiner Stellungnahme spricht sich das Bündnis unter anderem dafür aus, Wirtschafts- und Finanzbildung über unterschiedliche Lebensphasen hinweg zu fördern und junge Menschen frühzeitig an wirtschaftliche Zusammenhänge heranzuführen.
Ein eigenes Handlungsfeld widmet sich der „Gründungskompetenz und Entrepreneurship-Bildung“. Ziel ist es, jungen Menschen finanzielle und ökonomische Kompetenzen im unternehmerischen Kontext zu vermitteln und praktische Erfahrungen zu ermöglichen. Das BÖB regt zudem an, auch Intrapreneurship stärker zu berücksichtigen – also unternehmerisches und eigenverantwortliches Denken innerhalb bestehender Unternehmen.
Wirtschaftliche Kompetenz ist nicht nur für Gründende wichtig
Diese Erweiterung ist aus Sicht des BVBC besonders relevant. Denn wirtschaftliche Verantwortung übernehmen nicht nur Selbstständige oder Unternehmensgründende. Auch viele Fach- und Führungskräfte entscheiden über Budgets, Investitionen, Projekte oder strategische Maßnahmen und müssen deren wirtschaftliche Auswirkungen einschätzen können. Finanzielle und ökonomische Bildung schafft dafür eine wichtige Grundlage. Sie hilft, Kennzahlen zu verstehen, Zusammenhänge einzuordnen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Kompetenz bedeutet auch, die eigenen Grenzen zu kennen
Aus Sicht des BVBC gehört dazu jedoch noch ein weiterer Aspekt: Kompetenz zeigt sich auch darin, die Grenzen des eigenen Wissens einschätzen zu können. Unternehmer sowie Fach- und Führungskräfte müssen nicht sämtliche Aufgaben im Finanz- und Rechnungswesen selbst beherrschen. Entscheidend ist, wirtschaftliche Informationen verstehen, die richtigen Fragen stellen und erkennen zu können, wann qualifizierte Fachkompetenz erforderlich ist.
Finance-Fachkräfte schaffen Entscheidungsgrundlagen
Hier übernehmen Bilanzbuchhalter:innen und Controller:innen eine wichtige Funktion. Sie bereiten finanzielle Informationen auf, schaffen Transparenz über die wirtschaftliche Entwicklung und liefern belastbare Grundlagen für Entscheidungen. Eine fundierte Wirtschafts- und Finanzbildung stärkt damit auch das Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen im Unternehmen. Wer wirtschaftliche Zusammenhänge besser versteht, kann die Arbeit von Finance-Fachkräften gezielter einordnen, fundierter nachfragen und Empfehlungen besser bewerten. Bilanzbuchhalter:innen und Controller:innen wiederum treffen auf Gesprächspartner, die Kennzahlen, Zusammenhänge und Handlungsoptionen besser nachvollziehen können.
Besseres Verständnis stärkt die Zusammenarbeit
So profitieren beide Seiten: Fach- und Führungskräfte sowie Unternehmensverantwortliche gewinnen an Entscheidungsfähigkeit, während Finance-Fachkräfte ihre Expertise gezielter einbringen können. Das schafft ein besseres gegenseitiges Verständnis und verbessert die Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen.
Weitere Informationen zur Finanzbildungsstrategie des Bundes finden Sie hier.
Die Stellungnahme des BÖB gibt es hier zum Download.


